Mehr als 51 % der für die Reifenproduktion eingesetzten Energie stammen aus erneuerbaren oder hocheffizienten Quellen. Dank des verstärkten Einsatzes von recyceltem Stahl und Industrieruß aus Altreifen steigt der Anteil wiederverwerteter Materialien auf 7 %.
Prometeon Nachhaltigkeitsbericht 2025 ©Prometeon
Die Prometeon Tyre Group, ein globaler Hersteller von Reifen für den Nutzfahrzeug-, Landwirtschafts- und OTR-Sektor, hat ihren Nachhaltigkeitsbericht 2025 veröffentlicht. Dieser bekräftigt die ESG-Strategie der Gruppe und unterstreicht die zentrale Rolle der Nachhaltigkeit in allen Bereichen des Unternehmens.
Strukturiert analog der vier Kernbereiche Umwelt, Soziales, Governance und Wirtschaft zeigt der Bericht, wie Nachhaltigkeitsziele zu einem integralen Bestandteil der Unternehmensabläufe und der strategischen Entscheidungsfindung geworden sind.
Im Bereich Energie stammten 2025 bereits 51,5 % des gesamten Energieverbrauchs der Gruppe aus erneuerbaren oder hocheffizienten Quellen. Davon entfielen 31,3 % auf erneuerbare Energien im engeren Sinne – zertifizierter Grünstrom und Biomasse –, während weitere 20,2 % durch hocheffiziente Energiesysteme wie Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) erzeugt wurden.
Betrachtet man ausschließlich den Stromverbrauch, lag der Anteil erneuerbarer Energien bei 47,5 %. Sowohl der Hauptsitz in Mailand als auch das Forschungs- und Entwicklungszentrum in Cinisello Balsamo wurden vollständig durch Herkunftsnachweise für erneuerbare Energien und teilweise durch eine neue Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 116 kWp versorgt. Der Produktionsstandort Gravataí in Brasilien bleibt dank Herkunftsnachweisen für erneuerbare Energien und eines Biomassekessels zur Dampferzeugung für Scope-1- und Scope-2-Emissionen klimaneutral.
Das Unternehmen verfolgt weiterhin konsequent sein langfristiges Ziel, bis 2040 Klimaneutralität zu erreichen. Der eingeschlagene Transformationspfad orientiert sich am 1,5-Grad-Ziel der Science Based Targets initiative (SBTi). Prometeon hält trotz eines internationalen Umfelds, in dem klimapolitische Verpflichtungen zunehmend hinterfragt werden, entschlossen an diesem Kurs fest. Im Jahr 2025 sank der spezifische Energieverbrauch der Gruppe – gemessen pro Tonne Fertigprodukt – gegenüber 2016, dem Gründungsjahr des Unternehmens, um 14,7 % und bestätigt damit die kontinuierliche Steigerung der Energieeffizienz in der Produktion.
Auch beim Materialeinsatz wurden deutliche Fortschritte erzielt. Der Anteil recycelter Materialien in der Produktion stieg auf rund 7 %. Maßgeblich dazu beigetragen haben der verstärkte Einsatz von recyceltem Stahl, die Einführung von Silikaten aus Reisschalenasche sowie die Verwendung von Industrieruß, das aus Pyrolyseöl von Altreifen gewonnen wird. Seit dem 1. Januar 2025 enthalten alle Reifen des Typs Coach C02 (Dimension 295/80 R22.5), die im türkischen Werk produziert werden, 23 Gewichtsprozent ISCC+-zertifizierte Materialien, berechnet nach dem Massenbilanzverfahren. Die freiwillige Zertifizierung ISCC Plus für Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft gewährleistet die Rückverfolgbarkeit und Nachhaltigkeit der eingesetzten Rohstoffe.
Im Jahr 2025 nahm Prometeon erstmals an der Bewertung des Carbon Disclosure Project (CDP) teil, der weltweit führenden unabhängigen Plattform für Umweltberichterstattung. Das Unternehmen erzielte die Bewertung B im Bereich Klimawandel sowie B- im Bereich Wassersicherheit. Damit erreicht die Gruppe das Management Level der CDP-Bewertungsskala, das Unternehmen auszeichnet, die ökologische Herausforderungen strukturiert und messbar steuern.
Die Lieferkette bleibt ein zentraler Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie von Prometeon. Im Jahr 2025 führte das Unternehmen 21 Audits bei Rohstofflieferanten durch, die 18 % der jährlichen Ausgaben in diesem Bereich abdeckten. Dabei wird unter anderem die Einhaltung sozialer Standards hinsichtlich Kinderarbeit, Zwangsarbeit, Arbeits- und Gesundheitsschutz, Arbeitszeiten sowie Vereinigungsfreiheit überprüft. Für den Zeitraum 2021 bis 2025 erreichte die kumulierte Prüfungsabdeckung bereits 99 % der Rohstoffausgaben.
Nicolas Marchi, Chief of Internal Audit, Compliance, Sustainability & Institutional Relations Officer bei Prometeon, erklärt: „Der Nachhaltigkeitsbericht 2025 bestätigt die Fähigkeit von Prometeon, seine ESG-Ziele in konkrete und messbare Ergebnisse umzusetzen. Der steigende Anteil erneuerbarer und hocheffizienter Energiequellen, der zunehmende Einsatz recycelter Materialien sowie die Anerkennung durch die CDP-Bewertung belegen die Wirksamkeit unserer Nachhaltigkeitsstrategie. In einem sich rasant wandelnden globalen Umfeld verstehen wir Nachhaltigkeit weiterhin als entscheidenden Treiber für Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und Attraktivität. Deshalb verfolgen wir unseren Weg zur Klimaneutralität bis 2040 mit Nachdruck, binden die gesamte Wertschöpfungskette ein und stärken kontinuierlich unser Engagement gegenüber Mitarbeitenden, Kunden, Partnern und den Gemeinschaften, in denen wir tätig sind.“
Prometeon orientierte sich bei der Erstellung des Nachhaltigkeitsberichts 2025 an den Standards der Global Reporting Initiative (GRI). Die GRI unterstützt Unternehmen bei einer transparenten Berichterstattung über wirtschaftliche, ökologische und soziale Auswirkungen. Die Bewertung dieser Auswirkungen ist dabei ein zentrales Instrument, um nachvollziehbar darzustellen, wie unternehmerisches Handeln Gesellschaft und Umwelt positiv oder negativ beeinflusst.
Account Director
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